Hier mal eine kurze Episode aus dem Leben eines Solarteurs, wenn er auf sich mal auf andere, als sich selbst verlassen muss. Während wir einen Prüfauftrag, auf Funktion, von rund 700 Dünnschichtmodulen, mit je 43 Wp ausführten, hat unser neues, kleines und für diese Baustelle ideales Messgerät von Benning, mit der Betitelung  Benning PV 1-1 am Freitag, den 20.09.2013 spät nachmittags, den Geist aufgegeben.

Der Hersteller ist da natürlich nicht mehr erreichbar gewesen.

Am Wochenende sofort eine EMAIL an den technischen Kundendienst von Benning geschrieben. Diese glich einem Hilferuf, um schnelle Bearbeitung. Am Montag, den 23.09.2013 rief ein freundlicher Techniker zurück……..und stellte anhand meiner Angaben, einen Gerätefehler fest. Ich solle doch das Gerät mal einsenden, dann wird es geprüft und ggf. ausgetauscht.

Also, die Arbeit auf der Baustelle beendet, das Gerät verpackt und mit Blitzversandkosten von DHL ( 23,50 € ) zum Hersteller gesendet, so das es am folgenden Tag (Dienstag) dort eintreffen musste.  Am selben Tag, dem Leiter der Reparaturabteilung, oder dafür verantwortlichen, eine Email mit besonderer Dringlichkeit gesendet, da wir schnellstens Hilfe brauchen, um die restlichen, mehrere Hundert Module zu prüfen. Am Dienstag früh, diesen Mitarbeiter telefonisch erreicht und das Problem geschildert.

Jetzt kommt das tolle an der Geschichte. Verständnisvoll versprach er, sofort ein Ersatzgerät herauszuschicken und sich des Falles anzunehmen. Da wir nicht pausieren konnten, in der Ausführung unseres Auftrages, haben wir natürlich ein anderes Messgerät von HT Instruments eingesetzt, welches sich auf dem Dach aber als viel zu umständlich, herausstellte. Aber egal, Benning Messtechnik, wollte ja schnell helfen.

Als dieses Ersatzgerät am nächsten Tag noch nicht eintraf, dachte ich noch: „Na ja, da haben sie es eben nicht Express verendet, um Kosten zu sparen. Als es am Donnerstag nicht eintraf, wuchs die Enttäuschung, über diese Firma und als es am Freitag noch nicht eingetroffen war, habe ich schon über 270 Module umständlich prüfen müssen.

Was macht man da, ruft man an, fragt freundlich nach, oder entlädt man seine Vorortprobleme, durch einen Gerätedefekt eines Gerätes, oberhalb der 1000.- € Grenze.

Nein, ich bin so enttäuscht, das ich der Welt, diese Geschichte ins Netz stellen werden und niemals mehr ein Gerät von Benning Messtechnik käuflich erwerben werde. Im Jahr 2013, sind es meiner Meinung nach Kleinigkeiten, die einen Kunden an einen Hersteller fesseln, oder ihn aufgeben lassen.

Vielen Dank, liebe Firma Benning, dass Ihr mir mit meinem Messgerät für Photovoltaikanlagen, namens PV 1-1, welches neu war und schon ein Ersatzgerät auf Kulanz getauscht, da unser erstes Gerät auch die Garantiephase nicht überlebte, ein tolle Arbeitswoche mit großem Mehraufwand verschafft habt.

Das schafft sogar Conrad Elektronik………….besser.

 

Jörg Wedler, Fa. Wedler Elektroanlagen

Solarteur, Elektromeister und Sachverständiger für Photovoltaikanlagen, im September 2013